.:SehSong Bockwitz:. bei Zeitz – Musikkneipe und Kleinkunstbühne header image 4

Raketen und zwei Bands zu Walpurgis

Mitteldeutsche Zeitung vom 30.04.2002
Heute ist sie da, die Nacht der Hexen, und die wird ja bekanntlich nicht nur im tiefsten Harz gefeiert. Nein, auch bei uns, nämlich in Bockwitz, findet sie seit Jahren statt, die Walpurgisnacht.

Hexen tanzen

Und so lädt das Bockwitzer Lokal “Seh-Song” auch heute wieder traditionell zum dämonischen Unterhaltungstreiben. Als wilde und rhythmische Zauberwesen werden die “Tanzmäuse” aus Lucka erwartet.

Für die musikalische Stimmungsmache wurden diesmal gleich zwei Bands verpflichtet. Einerseits gastiert mit den “Blind Dogs” aus Gera eine im “Seh-Song” bereits erprobte Gute-Laune-Band, die sich u.a. das Motto “Es lebe der Rock ´n´ Roll” auf die Fahnen geschrieben hat. Außerdem gibt es urigen Jazz von und mit der “Oldtime-Company” aus Leuna. Alle Romantiker sollen am großen Lagerfeuer auf ihre Kosten kommen.

Feuerwerkpremiere

“Erstmalig wird es in Bockwitz zu Walpurgis auch ein Feuerwerk geben”, verrät Seh-Song-Chef Bernd Christen. Punkt 0.00 Uhr werden Raketen den Nachthimmel erhellen und für die gastronomische Versorgung ist natürlich auch gesorgt. se.

Karten gibt es noch an der Abendkasse. Der Einlass beginnt um 19 Uhr.

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30. April 2002 keine Kommentare

Wilde Hexen toben nachts

Mitteldeutsche Zeitung vom 03.05.2001

Über 800 Leute feierten in den Frühling

VON SYLVIA EHRENBERG

Bockwitz/MZ. Was für ein Wetter! Was für ein Spektakel, diese Walpurgisnacht in Bockwitz! Hatten die Organisatoren der heimischen Musikkneipe “Seh-Song” im letzten Jahr mit gar hartnäckigen Hagel- und Regenattacken zu kämpfen, so war ihnen diesmal der zuständige Wetterfrosch ausgesprochen freundlich gesonnen. Und nicht nur der. Auch das Publikum erschien am Montag gutgelaunt und vor allem in Massen.

Aussichtslose Suche

Ab 19 Uhr begann sich die Bockwitzer Dorfstraße und das Freigelände drumherum in einen überdimensionalen Parkplatz zu verwandeln, bevölkerten um die 800 Leute – das Zählen haben wir irgendwann entnervt aufgegeben -quietschvergnügt das “Seh-Song-Terrain”, um dem Winter endgültig “Tschüssi” zu sagen. Wohl dem, der sich mit seinen Bekannten vor ab für diesen Abend eine feste Zeit und einen übersichtlichen Treffpunkt ausgemacht hatte. Allen Vergesslichen war nämlich die aussichtslose Suche garantiert.

Was man allerdings nicht zu suchen brauchte, das waren zeitvertreibende Unterhaltungsmöglichkeiten. Denn die gab es mit Livemusik oder Tanzeinlagen reichlich. Wer wollte – und es wollten etliche -der konnte u. a. frei nach dem Motto: “Es leben die Beatles, die Rolling Stones, der Dylan und Co” gemeinsam mit den “Blind Dogs” aus Gera live die guten, alten Hits hoch und runter jodeln. Ein Hingucker, der den Besuchern in jedem Falle eine waschechte Walpurgisnacht-Stimmung ins Gemüt kitzelte, war die Hexentanz-Inszenierung von “Pöschis Tanzmäusen” aus Lucka. Diabolisch gestylt sorgten die “Zaubergrazien” für massig optisches Feuer und Schwefel.

Ruhe am Feuer

Wem das alles zu aufregend und anstrengend war, der hatte am Lagerfeuer sitzend und quatschend ausreichend die Gelegenheit, zur besinnlichen Entspannung. Auch ein Gang zu den Verpflegungsständen sorgte für ausgesprochen angenehme Gefühle im Besucherbauch. Hier brutzelten die Würste und Steaks. Hier brodelte die Suppe im großen Kessel. Nee, zur Walpurgisnacht in Bockwitz gab es eigentlich nichts, was es nicht gab. Außer einem “Vermissten-Suchdienst” vielleicht. Doch den hätten am Ende wahrscheinlich sowieso die wenigsten beansprucht. Denn den meisten der am Anfang noch krampfhaft Suchenden reichte gegen Mitternacht die Selbstberuhigung: “Dann trifft man sich eben morgen.”

Fazit: Eine tipptopp durchorganisierte Hexenfete, die sich auch in diesem Jahr als ein waschech- tes Publikumsmagnet in der Region und darüber hinaus entpuppte.

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3. Mai 2001 keine Kommentare

Lachen über echten Humor

Mitteldeutsche Zeitung vom 14.07.1999

KleinKunstNacht in Bockwitz

Konzept ging auf – Gut besuchte Veranstaltung nährt Hoffnung auf Wiederholung im nächsten Jahr

Von unserer Redakteurin

KARIN GROSSMANN

Bockwitz/MZ. Kleinkunst, auch noch eine Nacht lang, in einem doch eher kleinen Dorf bei Zeitz, das ist doch völlig untypisch. Warum macht der das? “Eben deshalb!” antwortet Bernd Christen, der Wirt vom Bockwitzer Lokal “Sehsong”. Das hat er vor acht Jahren auf dem elterlichen Hof aufgemacht. Christen ist Gitarrist bei den “Saitlingen”. Die gaben in den letzten Jahren im “Sehsong” schon öfter Konzerte. Daher stamme auch die kleine Freilichtbühne im Garten. Die Idee zu einer “KleinKunstNacht”? Er sei mit den “Saitlingen” viel unterwegs, habe die Art der Veranstaltung mal in Dresden erlebt – und gut gefunden.

Das Angebot stand am Freitag in Bockwitz einem breiten Publikum zur Verfügung. Christen hatte nicht nur Künstler, die er auf seinen Touren durchs Land kennengelernt hatte, eingeladen. Er hatte zu Werbezwecken für diese in hiesiger Region (noch) unbekannte Veranstaltungsart eine Leipziger Agentur eingeschaltet. Es habe sogar aus Leipzig und Erfurt Kartenvorbestellungen gegeben. Wenn Christen zu Beginn der Veranstaltung noch davon sprach, daß 300 bis 400 Leute kommen müßten, damit sich die Sache finanziell trägt, so war er tags darauf “für den Anfang zufrieden”. Er bestätigte dann auch, daß im nächsten Jahr wieder in Bockwitz mit einer KleinKunstNacht zu rechnen sei.

Die bei der ersten Bockwitzer KleinKunstNacht waren, können von Wortwitz, schwarzem Humor, dem amüsanten Auseinandersetzen mit typischen Verhaltensweisen der Nachwendezeit des Hans-Eckardt Wenzel erzählen. Er räumte das Feld und machte für das nachfolgende “Universal-Druckluftorchester” Platz. Dieter Beckert und Peter Till brachten das interessierte Publikum zu herzhaftem Lachen. Während dessen fand Johannes Kirchberg mit seinem Erich-Kästner-Programm und Chansons unter dem Motto “Mit fremden Federn” im Zelt sein Publikum. Auf der Freiluftbühne im Garten spielte die Theatergruppe “Bühne Hannelore” aus Leipzig Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie “Der Prozeß um des Esels Schatten”. “Die Saitlinge” selbst setzten mit ihrem Konzert “Keine Zeit für Zeit” den Schlußpunkt im Lokal. Gegen 1.30 Uhr endete das eigentliche Programm. Die letzten Gäste gingen wohl aber erst gegen vier.

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14. Juli 1999 keine Kommentare

Einige Ausgehtips für richtige Weihnachtsmuffel Disko sogar am heiligen Abend – Live-Musik in Kneipen

Mitteldeutsche Zeitung vom 17.12.1994
Einige Ausgehtips fürrichtige Weihnachtsmuffel Disko sogar am heiligen Abend – Live-Musik in Kneipen Weißenfels/MZ/sl. Im Fernsehen tönt es nach Weihnachten, das Räucherhäuschen, das Mutti aus dem Schrank hervorgekramt hat, verbreitet den Duft nach dem großen Fest, und in der Küche riecht es nach Entenbraten. Die Festtage sind wohl Harmonie pur. Die, die jedoch die Nase voll haben vom schönen Beisammensein unter dem Weihnachtsbaum, die wissen oftmals nicht, wo sogar zu Weihnachten so richtig die Post abgeht. Doch die Weihnachtsmuffel und Partyfreunde sollen nicht zu kurz kommen:Am Freitag, 23. Dezember, gibt es im Zeitzer Island Livemusik mit Michael Gabriel and “Stix” aus Irland. In Uichteritz werden am selben Abend die Musiker von “Diskant” zur rockigen Livedisko einladen. Am heiligen Abend, 24. Dezember, können Diskofreaks auf der Zeitzer Wilhelmshöhe bei der Chrismas-Disco-Night auf ihre Kosten kommen, in der “Küche” in Zeitz ist Rave-Party angesagt. Folkrock können Weihnachtsmuffel n Bockwitz unter dem Motto: “Seh-Song” hören. Mike und Tom warten auf diese Weise musikalisch aufs Christkind.

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17. Dezember 1994 keine Kommentare